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Kraft im Alltag tanken mit Ritualen
Unser Alltag fliesst viel zu schnell an uns vorbei. Kaum sind wir morgens aufgestanden, befinden wir uns in einem zeitlichen Ablauf, den wir eigentlich gar nicht selber steuern können. Wir müssen uns den gewissen gesellschaftlichen Anforderungen beugen. Wie also können wir im Alltag Kraft tanken, um unseren gesundheitlichen und spirituellen Standard halten zu können? Oftmals wissen wir gar nicht, das wir gerade dabei sind, ein Ritual durchzuführen. Dies liegt allerdings nur daran, dass wir die Rituale gar nicht im Alltag suchen. Dabei sind sie so oft in alltäglichen Tätigkeiten und Handlungen versteckt. Suchen wir die Rituale des Alltags und integrieren wir sie ganz bewusst, um jederzeit Kraft schöpfen zu können.
Nehmen wir als Beispiel den ganz normalen Alltag eines Arbeitnehmers: Der Wecker klingelt und jeden Morgen springt diese Person aus dem Bett und begibt sich ins Bad. Die morgendliche Hygiene erfolgt nach einem ungeschriebenen Script. Zum Frühstück gibt es grundsätzlich Orangensaft, eine Scheibe Rosinenbrot mit Butter und Kirschmarmelade. Dann ist gerade noch ausreichend Zeit, um sich in Ruhe anzuziehen und die Wohnung zu verlassen, um den 8:00 Uhr Bus zu erwischen. Die einen würden es Routine nennen. Für die anderen ist es ein morgendliches Ritual. Denn es wird an jedem Arbeitstag gleichermassen ausgeführt. So wie es dieses Ritual gibt, gibt es auch Rituale, die zum Krafttanken in den Tag eingebaut werden können. Denn auch dieses morgendliche Ritual gibt dieser Person ausreichend Kraft und emotionale Stärke für den ganzen Tag.
- Der Abend und die Schlafhygiene: Viele Menschen tun den Begriff der Schlafhygiene kopfschüttelnd ab. Doch hat sich tatsächlich in wissenschaftlichen Studien herausgestellt, dass Menschen, die mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen mit dem Essen aufhören und eine Stunde vorher nichts mehr trinken, besser einschlafen und einen ruhigeren Schlaf aufweisen. Auch die Vermeidung von Medien in der letzten Stunde vorm Zubettgehen verhilft zu einem erholsamen Schlaf. Stattdessen könnte man meditieren, ruhige Musik hören oder einfach nur das abendliche Zubettgeh-Ritual absolvieren.
- Pausen am Arbeitsplatz: Haben Sie die Möglichkeit, den Arbeitsplatz zu verlassen, nutzen Sie diese. Vielleicht können Sie in der Pause einen kleinen Spaziergang machen oder die Dachterrasse des Betriebes nutzen. Wichtig ist, die Arbeit hinter sich zu lassen. Dies wäre auch möglich, indem Sie entspannende Musik über Kopfhörer hören oder sich ein lustiges Hörbuch anhören. Nutzen Sie die Pausen auch, um zu essen und zu trinken - in aller Ruhe und mit Genuss. Dann klappt die Arbeit im Anschluss gleich wieder besser als direkt vor der Pause.
- Soziale Rituale: Die meisten Menschen verbringen den Grossteil ihrer Zeit am Arbeitsplatz. Raffen Sie sich auf und verabreden Sie sich an konkreten Tagen in der Woche mit Freunden. Dies kann einen sportlichen, aber auch einen rein geselligen Hintergrund haben. Aber treffen Sie Freunde, Verwandte, mit denen Sie was anderes verbindet als die Arbeit. Sicherlich sind Arbeitskollegen auch Menschen, aber die Verlockung, über die Arbeit zu sprechen, ist sehr gross. Deshalb ist es verständlich, wenn Menschen Arbeit und Freizeit strikt voneinander trennen. Denn in der Freizeit geht es um andere Dinge und Werte, aber auch um das Auftanken von Energie. Und Freunde, Menschen, die wir lieben, geben uns immer Kraft.
- Die Familie - eine Krafttankstelle sondergleichen: Nein, man ist in einer Familie nicht immer einer Meinung. Friede, Freude, Eierkuchen macht nicht immer zufrieden und glücklich. Doch weiss man innerhalb der Familie immer, dass man mit Menschen zusammen ist, die einen lieben und im Zweifelsfall auffangen. Dies mag nicht immer gleich erkennbar sein oder überhaupt danach aussehen. Und doch ist es so. Gemeinsames Abendessen, gemeinsame Unternehmungen am Wochenende und natürlich viele Gespräche, bei denen jeder dem anderen aufmerksam zuhört, um an seinem Alltag und seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben zu können. Dies betrifft übrigens nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder in einer Familie. Auch sie brauchen das Zuhören und die Ansprache.
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Rechtliche Hinweise
Weiterempfehlen:Ein spirituelles, religiöses Ritual im Alltag?
Hier liegt ein Missverständnis vor, denn es gibt natürlich viele Rituale, die religiöser und spiritueller Natur sind. Deshalb muss aber nicht zwangsläufig jedes Ritual entsprechend ausgerichtet sein. Im Gegenteil, denn von einem Ritual wird bereits gesprochen, wenn Dinge nach einem bestimmten Handlungsablauf durchgeführt werden oder aber zu festgelegten Zeiten stattfinden und dabei ebenfalls einem festgelegten oder angewöhnten Ablauf folgen.Nehmen wir als Beispiel den ganz normalen Alltag eines Arbeitnehmers: Der Wecker klingelt und jeden Morgen springt diese Person aus dem Bett und begibt sich ins Bad. Die morgendliche Hygiene erfolgt nach einem ungeschriebenen Script. Zum Frühstück gibt es grundsätzlich Orangensaft, eine Scheibe Rosinenbrot mit Butter und Kirschmarmelade. Dann ist gerade noch ausreichend Zeit, um sich in Ruhe anzuziehen und die Wohnung zu verlassen, um den 8:00 Uhr Bus zu erwischen. Die einen würden es Routine nennen. Für die anderen ist es ein morgendliches Ritual. Denn es wird an jedem Arbeitstag gleichermassen ausgeführt. So wie es dieses Ritual gibt, gibt es auch Rituale, die zum Krafttanken in den Tag eingebaut werden können. Denn auch dieses morgendliche Ritual gibt dieser Person ausreichend Kraft und emotionale Stärke für den ganzen Tag.
Rituale, die man im Alltag etablieren sollte
- Der Morgen: Stehen Sie zeitig auf, um den Tag in Ruhe zu beginnen. Vielleicht können Sie sogar noch Zeit einplanen, um mit Gymnastik oder einem ruhigen Spaziergang, ohne Hektik, ohne Druck, mit dem Hund (geht auch ohne) zu beginnen. So können Sie an der frischen Luft die letzten negativen Energien des Vortages hinter sich lassen - im wahrsten Sinne des Wortes. Auch eine kleine Morgengymnastik auf dem Balkon eignet sich zu diesem Zweck.- Der Abend und die Schlafhygiene: Viele Menschen tun den Begriff der Schlafhygiene kopfschüttelnd ab. Doch hat sich tatsächlich in wissenschaftlichen Studien herausgestellt, dass Menschen, die mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen mit dem Essen aufhören und eine Stunde vorher nichts mehr trinken, besser einschlafen und einen ruhigeren Schlaf aufweisen. Auch die Vermeidung von Medien in der letzten Stunde vorm Zubettgehen verhilft zu einem erholsamen Schlaf. Stattdessen könnte man meditieren, ruhige Musik hören oder einfach nur das abendliche Zubettgeh-Ritual absolvieren.
- Pausen am Arbeitsplatz: Haben Sie die Möglichkeit, den Arbeitsplatz zu verlassen, nutzen Sie diese. Vielleicht können Sie in der Pause einen kleinen Spaziergang machen oder die Dachterrasse des Betriebes nutzen. Wichtig ist, die Arbeit hinter sich zu lassen. Dies wäre auch möglich, indem Sie entspannende Musik über Kopfhörer hören oder sich ein lustiges Hörbuch anhören. Nutzen Sie die Pausen auch, um zu essen und zu trinken - in aller Ruhe und mit Genuss. Dann klappt die Arbeit im Anschluss gleich wieder besser als direkt vor der Pause.
- Soziale Rituale: Die meisten Menschen verbringen den Grossteil ihrer Zeit am Arbeitsplatz. Raffen Sie sich auf und verabreden Sie sich an konkreten Tagen in der Woche mit Freunden. Dies kann einen sportlichen, aber auch einen rein geselligen Hintergrund haben. Aber treffen Sie Freunde, Verwandte, mit denen Sie was anderes verbindet als die Arbeit. Sicherlich sind Arbeitskollegen auch Menschen, aber die Verlockung, über die Arbeit zu sprechen, ist sehr gross. Deshalb ist es verständlich, wenn Menschen Arbeit und Freizeit strikt voneinander trennen. Denn in der Freizeit geht es um andere Dinge und Werte, aber auch um das Auftanken von Energie. Und Freunde, Menschen, die wir lieben, geben uns immer Kraft.
- Die Familie - eine Krafttankstelle sondergleichen: Nein, man ist in einer Familie nicht immer einer Meinung. Friede, Freude, Eierkuchen macht nicht immer zufrieden und glücklich. Doch weiss man innerhalb der Familie immer, dass man mit Menschen zusammen ist, die einen lieben und im Zweifelsfall auffangen. Dies mag nicht immer gleich erkennbar sein oder überhaupt danach aussehen. Und doch ist es so. Gemeinsames Abendessen, gemeinsame Unternehmungen am Wochenende und natürlich viele Gespräche, bei denen jeder dem anderen aufmerksam zuhört, um an seinem Alltag und seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben zu können. Dies betrifft übrigens nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder in einer Familie. Auch sie brauchen das Zuhören und die Ansprache.
... und wie sieht es mit Ihren Ritualen zum Krafttanken aus?
Richtig - jeder formt seine Rituale, wie er sie benötigt. Wer mit einem oder mehreren anderen Menschen zusammenlebt, benötigt gemeinsame Rituale, aber auch individuelle. Der eine möchte zusätzlich zu den familiären noch einige spirituelle, tägliche Rituale einfliessen lassen beziehungsweise sie halt durchführen. Das ist völlig valide so. Während der eine noch meditiert, ist der andere vielleicht im Fitnessstudio oder geht eine Runde mit dem Hund spazieren. Schauen Sie auf Ihre Bedürfnisse, aber auch die der anderen. Dann klappt es auch mit dem Krafttanken dank einiger Rituale im Alltag.© Zukunftsblick Ltd.
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